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| Enteisenung und Entmanganung |
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Das Grundwasser enthält häufig zu wenig Sauerstoff und damit einhergehend höhere Mengen an Eisen und Mangan. Eisen und Mangan im Trinkwasser sind zwar nicht gesundheitsschädlich, rufen aber Trübungen sowie einen unangenehmen Geschmack hervor und führen in Rohrleitungen und Behältern zu störenden Ablagerungen.
Sowohl Eisen als auch Mangan werden mit einem ähnlichen Verfahren entfernt. Zunächst erfolgt eine Oxidation. Dabei entstehen unlösliche Verbindungen, die unter Flockenbildung ausgeschieden werden. Diese Flocken werden dann in offenen oder geschlossenen Schnellfiltern entfernt.
Verfahrensschema Enteisenung und Entmanganung
Enteisenung - Die für die Filtration notwendige Geschwindigkeit kann über die Bemessungsgleichung nach Böhler ermittelt werden. In dieser werden folgende Faktoren berücksichtigt: Fe-Gehalt im Filterzulauf (mg/l), Fe-Gehalt nach x Meter Filterschicht (mg/l), wirksamer Korndurchmesser der Filterpartikel (mm) und die Wassertemperatur (°C). Dieser Zusammenhang gilt unter Beachtung folgender Randbedingungen, wie Fe-Gehalt im Filterzulauf zwischen 0,5 und 10 mg/l, Anteil an Fe3+ im Filterzulauf < 30%, pH-Wert im Filterzulauf 6,8 bis 7,5, Temperatur zwischen 6 und 18 °C sowie einer Karbonathärte > 120 mg/l.
In diesem Verfahren kommt der Kontrolle des pH-Wertes eine besondere Bedeutung zu. Für Kies und Sand als Filtermaterial ist ein pH-Wert > 6,8 einzuhalten. Daher ist zur Einhaltung dieses Bereiches in vielen Fällen eine Entsäuerung vorzuschalten. Die Enteisenung kann in offenen Schnellfiltern und geschlossenen Druckfiltern erfolgen.
Entmanganung - Mangan stört im Rohrnetz durch Verkrustungen. Zusätzlich stört es den Verbraucher aufgrund der Verfärbungen. Es tritt im Grundwasser und vor allem bei Uferfiltraten meist gemeinsam mit Eisen auf. Grundsätzlich sind die Summenformeln der chemischen Oxidation von wasserlöslichen zweiwertigen Manganionen zu wasserunlöslichen vierwertigen Manganverbindungen derjenigen der Eisenoxidation sehr ähnlich. Die Entmanganung bereitet aber mehr Schwierigkeiten als die Enteisenung, da sich schwerlösliche Verbindungen erst bei höheren pH-Werten bzw. höheren Oxidationspotentialen entfernen lassen. Die theoretische Erfassung des Entmanganungsvorgangs wird durch die unterschiedlichen Wertigkeitsstufen des Mangans erheblich erschwert.
Als Filtermaterial eignet sich Sand oder halbgebrannter Dolomit. Bei Anwesenheit von Eisen (als Fe²+) bildet sich ein Kieselbelag aus Eisen und Manganoxiden, der eine geringere Aktivität als ein Belag aus reinem Manganoxid erreicht. Es gibt keine Beeinflussung der Belagaktivität wenn der Eisengehalt < 2 mg/l ist. |
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