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Español: Neutralización de la acidez

Entsäuerung von Trinkwasser
Als Entsäuerung wird die Verminderung der Kohlenstoffdioxidkonzentration im Wasser bezeichnet. Die in der Natur vorkommenden Wässer enthalten freies Kohlendioxid. Das Maß der Aggressivität des Kohlendioxids hängt sowohl von der Calcium- und der Hydrogencarbonationenkonzentration, als auch von der Ionenstärke und der Temperatur des Wassers ab.

Ziel der Entsäuerung ist es, ein Gleichgewicht zwischen den einzelnen Kohlensäureformen und damit einen pH-Wert einzustellen, bei dem Calcit (Kristallform des Calciumcarbonats) weder gelöst noch abgeschieden wird. In diesem Zustand wäre die Calcitlösekapazität null (laut Trinkwasserverordnung dürfen 5 mg/l nicht überschritten werden).

Für die Entsäuerung stehen die folgenden Verfahren zur Auswahl.

Entsäuerung durch physikalische Verfahren - Für die Entsäuerung von mittelharten und harten Wässern, bieten sich physikalische Verfahren an. Das freie Kohlenstoffdioxid kann z.B. durch Verrieseln des Wassers im „downstream“ eines aufwärts strömenden Luftstroms nahezu vollständig entfernt werden. Daneben können noch weitere drucklose Belüftungs- und Entgasungsverfahren eingesetzt werden.

Entsäuerung durch Filtration über alkalische Filtermedien - Die Entsäuerung findet in Filterbehältern mit erdalkalischen Filtermaterialien statt. Diese werden von dem aggressiven Kohlenstoffdioxid gelöst und führen so zu einer „Aufhärtung“ des Wassers. Dieses Verfahren bietet sich für die Entsäuerung weicher Wässer an. Als Filtermaterial bietet sich Marmorsplit oder bei weichem bis mittelhartem Wasser auch halbgebrannter Dolomit an, bei dem das Magnesiumcarbonat zu Magnesiumdioxid gebrannt ist. Die Filtration ist nur dann sinnvoll, wenn weitere Verfahrensschritte, wie zum Beispiel die Entfernung von Trübstoffen, Enteisenung und/oder Entmanganung notwendig sind, oder mit dem Druck der Förderpumpe über die Filterstufe hinaus ins Trinkwassernetz gefördert wird.

Entsäuerung durch Neutralisation mit Laugen - Durch Zugabe von Laugen wie Soda, Natronlauge oder Calciumhydroxid kann ebenfalls neutralisiert werden. Aufgrund des höheren messtechnischen Aufwands und des Chemikalienbedarfs ist das Verfahren aus anlagentechnischer Sicht aufwendiger. Aufgrund der Kostenaspekte und einer möglichen Überdosierung (Calciumcarbonatausscheidungen) wird dieses Verfahren nur selten eingesetzt.

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